Die Bewertungen von Dormando-Schlafexperten stammen von der Bettzeit GmbH, die Dormando betreibt.

Strohmatratze

Die Kraft der Natur

Unter Stroh versteht man trockene Halme von Getreide, Faserpflanzen, Ölpflanzen und Hülsenfrüchten. Vor allem kennt man Stroh aber als Futtermittel für Tiere und als Nährstoffquelle für landwirtschaftliche Nutzflächen. Die meisten Menschen würden wahrscheinlich nicht denken, dass Stroh und Matratzen zusammenpassen. Dennoch hat die Strohmatratze schon eine lange Tradition bis zurück zur Frühzeit hinter sich und ist auch bis heute noch in vielen Betten zu finden. Ist das überhaupt gesund? Im folgenden erhalten Sie alle Informationen zu dieser speziellen Naturmatratze.

Was ist eine Strohmatratze?

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei Strohmatratzen (auch Strohkernmatratzen genannt) um Matratzen aus Stroh. Genauer gesagt wird das Stroh als Material zur Füllung der Matratzen verwendet. In Europa war diese Art der Füllung lange Zeit sehr verbreitet. Damals war das allerdings noch nicht wirklich angenehm, da die langen Halme schnell brüchig wurden und die Matratze so nicht lange bequem blieb. Heutzutage ist die Stroh-Matratze aber in neuer und besserer Form zurück. Heute wird sie allerdings eher mit anderen Naturmaterialien kombiniert (z.B. Naturlatex, Kokos-Kautschuk, Baumwolle, Schafschurwolle, etc.). Gerade Roggenstroh ist als Füllmaterial für die Strohkernmatratze sehr beliebt, da diese Strohart besonders atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend ist.

Damit aus dem (Roggen-) Stroh eine Matratze werde kann, wird es zunächst gepresst. Oft ist im Stroh sogar Kieselsäure vorhanden, die beruhigend auf das Nervensystem des Menschen wirkt, wenn sie durch Körperwärme freigesetzt wird. Um Staub und sonstige Rückstände gut entfernen zu können, wird das Stroh mit einem speziellen Hochdruckreiniger gereinigt. Danach wird das Stroh gedämpft und zu Strohmatten zusammengepresst. Dabei schrumpft das Stroh ca. auf ein Viertel seines ursprünglichen Volumens zusammen und kann so ausreichend fest werden. Dieser Strohkern wird zum Schluss noch mit Naturlatex oder einem anderen Naturmaterial ummantelt, damit der Kern der Matratze insgesamt elastischer wird. Der mehrschichtige Aufbau ist auch für den Namen Sandwichmatratze verantwortlich, der oft für Strohmatratzen verwendet wird.

Was sind die Eigenschaften einer Strohmatratze?

Zum einen handelt es sich bei Stroh um ein zu 100% natürliches Material und einen nachwachsenden Rohstoff, bei dem in der Regel auch keine chemischen Pestizide oder Insektizide verwendet werden. Viele Menschen schätzen solche ökologischen und nachhaltigen Naturmatratzen, zu denen auch die Strohmatratze gehört. Hat die Stroh-Matratze dann auch noch einen Bezug aus einem Naturmaterial (z.B. Bio Schafschurwolle, Bio Baumwolle), ist der ganze Artikel natürlich. Diese Natürlichkeit sorgt auch dafür, dass ein gewisser Strahlenschutz herrscht.

Hinzu kommen noch weitere positive Eigenschaften in Bezug auf das Schlaf-Klima. So kann die Strohmatratze Wärme sehr gut speichern, die Temperatur aber auch wieder ausgleichen. Auch der Feuchtigkeitsausgleich ist hervorragend, sodass Schimmelbildung keine Chance hat. Dadurch, dass die Strohmatratze noch dazu besonders atmungsaktiv ist, herrscht stets ein angenehmes Schlafklima. Wer bereits Erfahrungen mit einer solchen Matratze hat, der weiß, dass sie eine gute Federung für den Körper bietet und der Wirbelsäule eine optimale hohe Stabilität gewährleisten kann. Dadurch, dass Strohmatratzen eine lange Lebensdauer haben, werden Sie lange Freude an einem solchen Artikel haben. Um diese Freude noch länger aufrechtzuerhalten, empfiehlt es sich, das Stroh-Bett regelmäßig zu wenden und auszulüften.

Do It Yourself-Strohmatratze

Sie sind auf der Suche nach einer passenden Stroh-Matratze und werden nicht fündig? Sie können auch ganz einfach eine Strohmatratze selber machen! Davor sei allerdings gesagt, dass es sich bei dieser Methode keineswegs um eine Anleitung für eine vollwertige Matratze handelt, die über optimale Eigenschaften für Ihren Körper verfügt. Es handelt sich hierbei lediglich um eine kleine Inspiration für alle, die selbst kreativ werden möchten; für alle, die sicher sein möchten, dass ihre Schlafunterlage natürlich ist und für alle, die Heidi immer für ihr Heubett auf dem Dachboden beneidet haben.

Sie benötigen hierfür bloß zwei Komponenten: Stroh (am besten verpackt aus dem Baumarkt und nicht frisch vom Feld, um die Hygiene beizubehalten) und einen Matratzenbezug, der im besten Fall atmungsaktiv und waschbar sein sollte. Sie finden eine große Auswahl an Matratzenbezügen im Online Shop von Dormando. Dort ist bestimmt auch der passende für Sie dabei – und der Versand ist sogar umsonst! Man füllt das Stroh einfach in den Matratzenbezug und schon hat man seine selbstgemachte Strohmatratze. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Stroh locker eingefüllt wird, damit im Nachhinein keine harten Stellen entstehen. Lockert man das Stroh regelmäßig auf, wird der anfängliche weiche Komfort auch für längere Zeit beibehalten. Viel Spaß beim Basteln und schlafen Sie gut!