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Dekubitus Matratze

Die richtige Pflege

Der Begriff Dekubitus Matratze mag auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich klingen. In der Krankenpflege ist dies allerdings eine gängige Bezeichnung. Was es mit der Dekubitus-Matratze auf sich hat und was Dekubitus überhaupt ist, erfahren Sie in diesem Lexikon Service Artikel. In diesem Artikel erhalten Sie alle Informationen zur Antidekubitus-Matratze!

Was ist eine Dekubitus Matratze?

Man nennt die Dekubitus-Matratze auch Antidekubitusmatratze. Die Dekubitus Matratze Funktion ist, wie man sich vielleicht bereits denken kann, zu verhindern, dass ein solches Geschwür überhaupt erst entstehen kann (Prophylaxe). Selbst, wenn bereits ein Dekubitalgeschwür vorhanden ist, hilft diese Matratze in der Therapie, damit es möglichst schnell abheilen kann. Bevor es spezielle Anti-Dekubitus-Matratzen gab, mussten die Patienten häufig umgelagert werden, damit kein Geschwür entstehen konnte. Da es aber gerade in der Pflege-Branche oft Personalmangel gibt, musste eine andere Lösung gefunden werden – die Antidekubitusmatratze.

Wie bereits erwähnt, wird die Antidekubitus Matratze vor allem im medizinischen Bereich genutzt, vor allem in der Intensivmedizin und in der Alten-Pflege. Die Anti-Dekubitus-Matratze kommt genauer gesagt dann zum Einsatz, wenn eine Immobilität eines Patienten vorliegt. Hierbei kann es sich zum Beispiel auch um Koma-Patienten oder Menschen, die gelähmt sind, handeln. Im Prinzip geht es darum, dass der maximale Auflagedruck verringert werden soll, um Wundliegen durch schlechte Sauerstoffversorgung des Auflagefeldes des Körpers zu verhindern.

Welche Anti-Dekubitus-Matratzen gibt es?

Im Prinzip geht es bei allen Anti-Dekubitusmatratzen darum, den Auflagedruck auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Es gibt verschiedene Ausführungen dieser Matratzen und Matratzenauflagen, dir wir Ihnen nun im Überblick vorstellen möchten.

Die sogenannten Wechseldrucksysteme (auch Wechseldruckmatratze) bestehen aus mehreren Luftkammern, die durch eine automatische Steuerung abwechselnd mit Luft befüllt und wieder entleert werden. So kann die Druck-Belastung durch den Wechseldruck gleichmäßig verteilt werden und der Körper wird entlastet. Auch, wenn diese Wechseldruck-Systeme leicht in Sachen Handhabung und Transport sind, gibt die Wechseldruckmatratze oft störende Geräusche von sich und es kann durch den Wechseldruck teilweise zu Minderdurchblutungen kommen.

Ebenso gibt es statische Weichlagerungssysteme, die man nochmal in zwei Kategorien unterteilen kann. Zum einen können weiche Schäume, oft zum Beispiel sogar viscoelastische Schäume verwendet werden, in denen der Patient gut einsinken kann. Am besten sollte eine solche (Visco-)Matratze über gute Druckentlastung, als auch über genügend Bewegungsfreiheit verfügen. Zum anderen verwendet man Luftkammerkissen, bei denen ein Gewichtsausgleich geschaffen wird. Bei der zweiten Variante kann es allerdings wieder zu störenden Geräuschen kommen.

Auch Gelmatratzen sind nicht ungewöhnlich, allerdings verwendet man diese primär in Operationssälen und nicht zur Therapie auf Stationen. Das liegt zum einen daran, dass die Matratzen sehr schwer werden und so einen erhöhten Krafteinsatz für das Personal fordern, aber auch daran, dass diese Matratzen in der stationären Behandlung eher Geschwüre fördern würde.

Ein Mikro-Stimulationssystem (kurz MiS oder Mikro-Stimulation) soll die Eigenbewegung und die Wahrnehmung des Patienten fördern und erhalten. Durch Passive Systeme wird eine Rückkopplung zum Patienten erreicht und Bewegungsimpulse werden gegeben. Es gibt auch aktive Systeme, die durch einen Motor Stimulationsmuster über die Matratze an den Patienten weitergeben kann.

Eine eher seltene Variante ist das Glaskugelbett. Dieses wird nur bei Wunden wie zum Beispiel Verbrennungen verwendet. Hierbei ist das Bett mit Mikroglaskugeln gefüllt, die von unten durch einen Luftstrom verwirbelt werden. So verhält sich die Masse insgesamt eher wie eine Flüssigkeit verhält. So kann der Patient mit minimalem Auflagedruck liegen. Das Glaskugelbett ist allerdings sehr teuer und braucht regelmäßige Wartung.

Worauf sollte man bei einer Anti-Dekubitus-Matratze achten?

In erster Linie ist es wichtig, zu wissen, dass die bloße Lagerung eines Patienten nicht allein für eine Heilung sorgen kann. Auch, wenn diese Matratzen ein gutes Hilfsmittel zur Prophylaxe sind, reicht das nicht aus. Es ist essentiell, den Patienten dennoch kontinuierlich umzulagern. Zwar werden die Lagerungsintervalle durch solche Anti-Dekubitus-Matratzen verhindert, dennoch kann man nicht darauf verzichten. Auch gibt es leider noch keine universelle Lösung, deshalb sollte man anhand der Bedürfnisse abwägen, welche Art am besten geeignet ist.

Es ist auch von Vorteil, wenn der Bezug einer solchen Anti-Dekubitus-Matratze waschbar ist. Gerade bei Dekubitus und der Gefahr eines Geschwürs ist es wichtig, einen gewissen Hygienestandard zu erhalten, um Entzündungen und Schlimmerem vorzubeugen. Ein Bezug, der vor Bakterien, Milben & Co. schützt, ist in dem Fall ideal. Eine gute Punktelastizität ist bei einer Antidekubitusmatratze natürlich auch wichtig, damit der Körper an den richtigen Stellen entlastet werden kann. So können die schwereren Körperpartien gut einsinken und der Druck wird besser verteilt.

Was ist Dekubitus? Dekubitus Definition

Um zu erklären, was eine Dekubitusmatratze ist, muss man natürlich zunächst klarstellen, was der Begriff Dekubitus überhaupt meint. Das Wort leitet sich von dem lateinischen Wort „decubare“ für liegen ab. Es handelt sich hierbei genauer gesagt um eine lokale Schädigung der Haut und dem Gewebe, das darunter liegt. Man nennt das Dekubitalgeschwür auch Druck-Geschwür oder Wundliegegeschwür. Mit ausreichender Dekubitusprophylaxe (z.B. mit der Dekubitus Matratze als Hilfsmittel) kann man der Entstehung effektiv vorbeugen.